Geo-Tagging

Allgemeines

In Zeiten von GPS und Google Earth/Maps hat sich ein Trend dahin entwickelt, sämtlichen Daten die dazugehörigen GPS-Koordinaten als Tag anzuheften. Anschließend lassen sich die gesammelten Daten mittels Google Earth bzw. Maps grafisch und übersichtlich visualisieren. So kann man nun z.B. den kompletten Urlaub über den zurückgelegten Weg mittels GPS aufzeichnen und anschließend die gesammelten Koordinaten mit den fotografierten Bildern verknüpfen. Als Ergebnis kann man dann seinen kompletten Urlaub mit den Satellitenbildern von Google Earth/Maps nochmals durchgehen und sich an jedem Ort die dort gemachten Fotos anschauen.

Aufzeichnung der GPS-Daten

Mittlerweile ist es auch für den GPS-Laien mit handelsüblicher und preiswerter Ausstattung möglich, einen GPS-Track selber aufzuzeichnen. Kernstück hierfür ist ein GPS-Empfänger. Diesen gibt es bei diversen Fachhändlern bereits ab 50 €. Um aber auch in ungünstigen Situation noch das bestmögliche GPS-Signal herausholen zu können, empfiehlt sich die Anschaffung eines GPS-Empfängers mit dem aktuellen Sirf-III Chipsatz. Als Datenschnittstelle sollte der Empfänger die Funktechnik Bluetooth unterstützen.

Nun ist nur noch ein Gerät notwendig, das die laufend vom GPS-Empfänger via Bluetooth übermittelten Koordinaten auch aufzeichnet. Dank eines Projektes der Computerzeitschrift c't kann dies nun jeder mit seinem eigenen Handy tun. Einzige Voraussetzung hierfür ist ein Bluetooth-fähiges Handy mit Java-Interpeter und ausreichend Speicherplatz.

Die Java-Applikation GPSLog lässt sich von der Homepage des Entwicklers herunterladen. Nachdem man die JAD- und JAR-Datei auf sein Handy übertragen hat lässt sich die Anwendung ganz einfach über die JAD-Datei installieren. Nach erfolgreicher Installation wählt man in den Einstellungen von GPSLog einmalig seinen GPS-Empfänger aus und schon steht dem Sammeln von GPS-Koordinaten nichts mehr im Weg.

Auswertung der GPS-Daten

Um die gesammelten Daten im nmea-Format grafisch darstellen zu können eignet sich am Besten das Freeware-Programm GPicSync. Dieses kann bereits aus einer nmea-Datei eine fertige KML-Datei für Google Earth bzw. Maps erstellen. Einen Mausklick später kann man auch schon seinen gesamten per GPS aufgezeichneten Weg am PC nachverfolgen.

Als letzten Schritt kann man nun noch den Ordner angeben, in dem die mit der eigenen Kamera aufgenommenen Bilder im Jpeg-Format liegen. Anschließend fügt das Programm automatisch die jeweiligen GPS-Koordinaten in den EXIF-Informationen der Bilder hinzu und verkn&uump;pft die Bilder an den richtigen Stellen mit der KML-Datei. Damit die Zeiten möglichst exakt synchronisiert werden, empfiehlt es sich die Zeitdifferenz auf 0 zu stellen und über das Menu einen möglichst exakten Zeitabgleich zwischen Kamera und Handy durchzuführen. Hierbei muss beachtet werden, dass das Handy die Daten im UTC-Format aufzeichnet, die Kamera meistens aber auf Ortszeit eingestellt ist.

Als kleine Demonstration wie soetwas am Schluss aussehen kann, finden Sie unten in den Links den GPS-Track meines Irland-Urlaubs für Google Maps.

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